Das Schlagzeilen-Spiel (IV)

Wie gestern angekündigt werde ich nun ein kleines Spiel spielen. Die meisten Menschen lesen ja kaum mehr eine Zeitung richtig, zur Meinungs“bildung“ und Information tut es ja inzwischen die Überschrift, vielleicht noch der Teaser. Die Welt der Kurzmitteilungen….

Vielleicht sollte man das ja mal tatsächlich machen. Einfach mal nur die Schlagzeilen nehmen und sich mal kurz überlegen, was da für eine Geschichte des Tages dahinter steckt. Das Schlagzeilen-Spiel eben.

Das funktioniert so: Ich lade ein paar Schlagzeilen der Zeitungen hoch, die ich an den Zeitungsständern auf dem Weg zur Arbeit vorfinde. Betrachten wir anschließend die wunderbare Zusammenstellung, dann denken wir uns eine Geschichte aus. Ich freue mich über Kommentare und Vorschläge.

CAM00381Heute mal nur eines vom 13.11.2013. Die Zusammenstellung gefiel mir so einfach zu gut: Die Frage nach dem Weihnachtsgeld als größte Sorge in Kombination mit den Taifun-Opfern (aber schon deutlich kleiner); Gerade weil das Bild wirkt, als gehöre es zur großen Überschrift – oder zur kleineren darunter, was in sich auch schon fast wieder komisch wirkt…

Werbeanzeigen

Das Schlagzeilen-Spiel (III)

Wie angekündigt werde ich nun ein kleines Spiel spielen. Die meisten Menschen lesen ja kaum mehr eine Zeitung richtig, zur Meinungs“bildung“ und Information tut es ja inzwischen die Überschrift, vielleicht noch der Teaser. Die Welt der Kurzmitteilungen….

Vielleicht sollte man das ja mal tatsächlich machen. Einfach mal nur die Schlagzeilen nehmen und sich mal kurz überlegen, was da für eine Geschichte des Tages dahinter steckt. Das Schlagzeilen-Spiel eben.

Das funktioniert so: Ich lade ein paar Schlagzeilen der Zeitungen hoch, die ich an den Zeitungsständern auf dem Weg zur Arbeit vorfinde. Betrachten wir anschließend die wunderbare Zusammenstellung, dann denken wir uns eine Geschichte aus. Ich freue mich über Kommentare und Vorschläge.

CAM00376 CAM00377TZ: „Gewinnen Sie täglich Bargeld!“ Nur wie?
AZ: Mit Kunst…

Das Schlagzeilen-Spiel (II)

Wie kürzlich angekündigt werde ich nun ein kleines Spiel spielen. Die meisten Menschen lesen ja kaum mehr eine Zeitung richtig, zur Meinungs“bildung“ und Information tut es ja inzwischen die Überschrift, vielleicht noch der Teaser. Die Welt der Kurzmitteilungen….

Vielleicht sollte man das ja mal tatsächlich machen. Einfach mal nur die Schlagzeilen nehmen und sich mal kurz überlegen, was da für eine Geschichte des Tages dahinter steckt. Das Schlagzeilen-Spiel eben.

Das funktioniert so: Ich lade ein paar Schlagzeilen der Zeitungen hoch, die ich an den Zeitungsständern auf dem Weg zur Arbeit vorfinde. Betrachten wir anschließend die wunderbare Zusammenstellung, dann denken wir uns eine Geschichte aus. Ich freue mich über Kommentare und Vorschläge.

CAM00374die TZ versucht zu ermitteln: „Wo die Glücklichsten Münchner leben“.

die AZ weiß es: „Wir leben in Bau-Ruinen“

🙂

Das Schlagzeilen-Spiel

Wie gestern angekündigt werde ich nun ein kleines Spiel spielen. Die meisten Menschen lesen ja kaum mehr eine Zeitung richtig, zur Meinungs“bildung“ und Information tut es ja inzwischen die Überschrift, vielleicht noch der Teaser. Die Welt der Kurzmitteilungen.

Vielleicht sollte man das ja mal tatsächlich machen. Einfach mal nur die Schlagzeilen nehmen und sich mal kurz überlegen, was da für eine Geschichte des Tages dahinter steckt. Das Schlagzeilen-Spiel eben.

Das funktioniert so: Ich lade ein paar Schlagzeilen der Zeitungen hoch, die ich an den Zeitungsständern auf dem Weg zur Arbeit vorfinde. Betrachten wir anschließend die wunderbare Zusammenstellung, dann denken wir uns eine Geschichte aus. Ich freue mich über Kommentare und Vorschläge.

CAM00317 CAM00318Die Bilder sind vom 7.10.2013. Die BILD-Zeitung berichtet davon, daß ein Körper gefressen wird, die TZ hilft aber weiter. Nett, oder?

Wie das mit der Überschrift funktioniert…

Die meisten Menschen lesen im hektischen Alltag ja inzwischen nur noch Schlagzeilen und Teaser, selten mehr. Daher sind diese Zeilen nicht nur ein Verkaufsargument, sondern auch meinungsbildend. Leider. Manchmal ist es aber witzig – so habe ich mir vor einiger zeit mal ein Schlagzeilen-Spiel ausgedacht, das ich morgen anfangen werde. Heute aber mal das Thema Stimmungsmache.

Als die GdL 2007 streikte und die Bahn tatsächlich halb aus der selbigen warf, hatte die Bevölkerung mehrheitlich Verständnis dafür, auch wenn die Deutsche Wirtschaft ziemlich sauer war. Immerhin forderte die GdL unglaubliche 31% mehr Lohn. Und die Wirtschaftsbosse waren völlig geschockt, daß die Bevölkerung das in Ordnung fand. Immerhin hatte sich der Vorstand der Bahn selbst eine bescheidene Gehaltserhöhung damals (2006) bewilligt – um 62%. Ganz ohne Streik!

Nun ist es aber scheinbar aus mit dem Verständnis, auch weil es bei dem Streik um erheblich mehr geht. Nämlich um Macht. Will man aber den Ruf als Gewerkschaftsfreundliche Zeitung wahren (Sofern es nicht um die eigenen Drucker geht), muß man sich mit Überschriften ein bißchen was überlegen.

Dabei kommt dann gerne mal raus: „Stehe völlig dahinter, auch wenn ich betroffen bin!“ Nun, mal sehen. Im Video werden ein paar Personen befragt. Die sind in dieser Reihenfolge:

  • besorgt (Vater der nach NRW will), „eine Katastrophe“
  • kein Verständnis (Frau die andere Schichtler für bescheidener hält)
  • steht dahinter (Mann der betroffen ist, aber zu den Lokführern hält)
  • ist sauer (immerwährende Loks, äh, Streiks)
  • kein Verständnis (Mann der sich persönlich bestreikt fühlt)
  • Verständnis (Jeder darf mal streiken, warum nicht die auch?)
  • kein Verständnis (will nicht mit so viel Plebs in Notzügen fahren)

Wir fassen zusammen: Zwei Reisende finden das okay, vier nicht. Macht 1/3 der Befragten. Ist nicht gerade repräsentativ, aber was soll’s? Die Überschrift ist es nämlich auch nicht.

So macht man Stimmung. das geht auch mit Bildern. Was ich über die Befragten denke mache ich mal mit einem Screenshot aus dem Video deutlich, Sie dürfen raten:

Screenshot SZ.de😉

(Nichts) Neues aus dem All

Da ist er wieder: Urban Priol, der ewige Kanzerlinnenhasser, tauchte gestern mit einem neuen Format im ZDF auf. „Ein Fall für’s All“ begrüßt den Zuschauer mit trashiger Musik und einem seltsam ungenutzten Konzept.

Eigentlich machte es gleich Lust auf mehr – oder wenigstens auf David Hasselhoff. Denn die Musik des Vorspannes stammt aus dem italienischen Science-Fiction Trashfilm „Star Crash“ von 1978. Leider ging es die Sendung über nicht immer so intellektuell wie in dem Film zu.

Priols neuer Partner Alfons kommt im Gegensatz zu den vorherigen Partnern in der Anstalt praktisch gar nicht zu Geltung; Er dient eher als Anlaß für Franzosenwitze, die schon einen Bart hatten als die Franzosen das Baguette erst erfunden hatten. Die beiden anderen Gäste, Andreas Reebers in gewohnt anarchistischer Manier und Christine Prayon, die man eher aus der „Heute Show“ kennt, stellen mit ihren eher kurzen Einspielern eigentlich eher eine Art Versuch dar, wenigsten ein bißchen mehr zu bieten als eine dreiviertel Stunde Monolog von Priol.

Dabei ist der gewohnt bissig, wenn auch überschaubar überraschend. Merkel ist die eiskalte Machtmamsell, von der Leyen eine Blendgranate, Dobrindt ein mentaler Einzeller und Oettinger ein geistiger Flachbildschirm. Das ist ziemlich langweilig, weil man es von ihm kaum mehr anders kennt. Es fehlen Perlen wie das „Ost-G’Steck“, „Die Platitüdenmamsell“ oder auch der durchaus schöne Satz „Sie ist geschickt – aber keiner weiß von wem.“ Und es fehlt einmal mehr ein Konterpart wie Georg Schramm, der Urbans Stammtischparolen glänzend reflektierte. Auch fehlen die bissig-intelligenten Dialoge, welche die neue Anstalt so auszeichnen.

Auch ist in sich die Logik des Formates verwirrend – Besucher von einer „Konföderation“, die aber auf den Erde Bodenpersonal haben und selbst ein Deutscher und ein Franzose sind? Warum, was soll das? Die Grundidee selbst ist nämlich eigentlich recht witzig. Leider nutzt das Team rund um die neue Sendung ihr Format nicht im Mindesten aus. Warum denn nicht als tatsächliche Außerirdische Erdenbewohner (also die Gäste) Beispielhaft an Bord beamen, die dann wunderbar den einen oder anderen Punkt beleuchten können – und das zwischendurch immer mal wieder boshaft von der Besatzung kommentieren lassen?

Allerdings fand ich den Start der neuen „Anstalt“ auch etwas holprig, inzwischen hat sich das Format aber sehr gut gefunden. Von daher geben wir der Sendung eine Chance. Nach einem halben Jahr weiß man sicher, woran man ist.

Zwischenmeldung aus der Sommerpause: Journalisten verwirrt

Da bringt die Sueddeutsche geradezu erleichtert die Meldung, daß Facebook künftig Satire als Satire kennzeichnen wird. Merkt aber gleich kritisch an, daß das ja nur für die eigenen Meldungen gilt, nicht für alle. Keine Entwarnung?

Liebe „Journalisten“,

Sind wir doch mal ehrlich: Eigentlich hofft Ihr als Journalisten doch drauf. Das spart Recherche und die andauernde und peinliche Folge von „Reingefallen!“ – Momenten, von denen die halbe intelligente Menschheit im Internet mittlerweile zumindest humormäßig so lebt.
Ohne den Topf voll Gold, den Bildblog und all ihre Pendants die nichts anderes machen als mit ihrer Arbeit aufzuzeigen, daß Ihr Journalisten die Eure nicht mehr tut, wäre es deutlich schwerer Euch eine „gemeine“ Gleichschaltung vorzuwerfen, oder?

Wenn man nun plötzlich von Euch nicht mehr mit Unmengen von Desinformation beworfen würde – könnte man ja glatt mitunter den berühmten sechzehn Zeilen links unten Raum geben. Dann müsste man Euch ja kaufen, weil Information sichtbar darin wäre. Gruselige Vorstellung, die Verlagswelt würde sicher eingehen….